2016 - ein Jahr unter Rahus Herrschaft - www.astrovedic.de
Aktuelle Zeitqualität - Vortrag mit Jutta Stützle: Jupiter in Waage und die BEdeutung für die verschiedenen Aszendenten
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2016 - ein Jahr unter Rahus Herrschaft

In diesem Jahr haben wir schon einige Überraschungen wegstecken müssen, der Wahlsieg Donald Trumps war hoffentlich das Ende dieser unerfreulichen Kette. Nicht nur die Befürworter und Verfechter von Werten wie Menschenrechte, Fairness und Toleranz, sondern auch die meisten vedischen Astrologen haben mit dem Ausgang der amerikanischen Wahlen eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Wir werden an unserem Online-Wochenendseminar am 10. und 11. Dezember diese Thematik differenziert anschauen. Doch hier schon einmal vorweg ein paar wichtige Gedanken:

Rahu und Ketu, die beiden Mondknoten, sind als die Dämonen bekannt, die uns mit unseren Schattenthemen konfrontieren. Dabei ist Rahu, der nördliche oder aufsteigende Mondknoten vor allem derjenige, der Maßlosigkeit, Unberechenbarkeit und Gier nach außen bringt. In diesem Jahr spielte Rahu eine besondere Rolle, da er von Jahresbeginn bis August mit Jupiter zusammen im Löwezeichen stand und dabei den großen Wohltäter Jupiter geschwächt und fast kontaminiert hat. Das hat beispielsweise dazu beigetragen, dass sehr Rahu-betonte Persönlichkeiten wie Boris Johnson in England und Donald Trump in den USA so viel Anhänger für sich einnehmen konnten. "Einnehmen, hypnotisieren, verführen, Illusionen schaffen", das sind genau die Dinge, für die Rahu bekannt ist. Dass dabei dann Fakten und Werte oder auch Menschlichkeit auf der Strecke bleiben können, muss sicherlich nicht wirklich betont werden.

Vergleicht man beispielsweise die Horoskope von Donald Trump und Hillary Clinton miteinander, so findet man eindeutig eine starke Rahu-Betonung bei Trump, jedoch nicht bei Clinton. Trump hat nicht nur seinen Aszendentenherrscher Sonne in Konjunktion und somit unter direktem Einfluss von Rahu, er ist zudem noch zum Zeitpunkt einer Mondfinsternis geboren. Finsternisse oder Eklipsen sind immer Zeitpunkte, an denen Rahu und Ketu nahe bei den beiden Himmelslichter Sonne und Mond stehen. Während der Finsternisse sind die potentiell guten Energien immer etwas reduziert und die eher dämonsichen, dunklen Kräfte haben mehr Einfluss als sonst. In den alten Zeiten hat man gewusst, dass in diesen Phasen vermehrt Naturkatastrophen auftraten. Man kann außerdem beobachten, dass geheime, verborgene, teilweise auch schreckliche Dinge zutage treten in den Phasen der Eklipsen.

Trump ist also innerhalb einer solchen Finsternis geboren und zudem haben sich  die letzten Finsternisse im September 2016 in den Häusern 1/7 seines Horoskops abgespielt. Seine Persönlichkeit (1. Haus) und seine Rolle in der Öffentlichkeit (7. Haus) sind durch diese Finsternisse getriggert worden.

Gleichzeitig hat Trump in seinem Horoskop ein Kala-Sarpa-Yoga, das immer dann zustande kommt, wenn alle Planeten zwischen den Mondknoten stehen. Dies ist immer ein Hinweis auf ein eher schicksalhaft betontes Horoskop und demzufolge einen Menschen, der mehr als andere karmisch gebunden ist und der oftmals auch Extreme in seinem Leben ausdrückt und erfährt. Da bei Trump Sonne und Rahu zusammen in 10, dem wichtigsten Haus für Ruhm und Öffentlichkeit steht, wird deutlich, dass er einen schier unersättlichen und unermesslichen Geltungsdrang und Machtwunsch hat.

Zu anderen Zeiten, unter anderen aktuellen Konstellationen wäre ein Mensch seines Profils nicht weit gekommen auf dem Weg ins Weiße Haus. Seine fragliche moralische Eignung und sein Mangel an Qualifikationen wären sehr schnell aufgefallen und hätten dazu geführt, dass er aus dem Rennen gewesen wäre. Da wir jedoch im Jahr 2016 eben die bereits erwähnte Rahu-Jupiter Konjunktion hatten, die zum Zeitpunkt des britischen Brexit-Referendums gradgenau war und da wir da seit Mitte August (bis Mitte Januar 2017) am Himmel ein Kala-Sarpa gebildet wird, ist eben in diesem Jahr wirklich alles anders. Wahlprognosen funktionieren nicht mehr, das Unerwartete und sogar für unmöglich Gehaltene tritt plötzlich ein. Wer die Signatur Rahus kennt, der wundert sich hier überhaupt nicht.

Trump ist sozusagen der Politiker, der in einer Resonanz bzw. in Synchronizität mit den aktuell herrschenden Energien steht. Zum Zeitpunkt seiner Geburt waren alle Planeten zwischen den beiden Mondknoten "gefangen" und genau das wiederholt sich gerade für ganze 5 Monate am Himmel.

Und sucht man nach einer weiteren Bestätigung, so braucht man nur in das Horoskop der USA zu schauen und schon stellt man fest, dass diese Nation zurzeit von Rahu regiert wird. Rahu ist der ausgelöste Haupt- und Unterphasenherrscher und steht im schwierigen, machtbetonten 8. Haus. Gute Vorzeichen auf eine positive Wendung in absehbarer Zeit sind das leider nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass der Kollege, der kürzlich in der indischen astrologischen Fachzeitschrift "Modern Astrologer" eine Wahprognose wagte, Recht behält. Er schrieb, dass Trump gute Chancen auf den Wahlsieg habe, dass er aber keine volle Wahrlperiode an der Macht bleiben würde.

 

Info: Siehe auch unter "Jyotish - Brexit" und in der Meridian-Ausgabe vom September 2016 "Der geköpfte Damön", verfasst von G. Lewis-Schellenbeck.

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